Erdhüter: Rettet die Erde

Eine grüne Erde in einer Hand

Nach einer gefahrvollen Reise, bei der wir einen in eine Schlange gebannten Erdhüter befreit haben, erreichen wir eine blühende Wüste. Sie ist ein Zeichen der Hoffnung.

An die blühende Wüste schließt sich ein Trümmerfeld mit unzähligen, verstreut liegenden Steinen an. Es ist eine unwirtliche Region, in der nur hier und dort Gras sprießt. Die Steine bilden die Mauer, die Hoffnung und Zuversicht umgibt. Die Hoffnung, die Zuversicht und das Gute sind eingekerkert. Wir müssen den Wall durchbrechen, aber nicht nur auf dieser Reise, sondern auch im täglichen Leben. Der Ring aus Steinen muss beseitigt werden, der das Gute einschließt, das Lebendige, das Bunte, die Wunder …

An die Steinbarriere schließt sich ein Wald an. Wald ist Leben! Ohne Wald fehlt uns die Luft zum Atmen. Der Planet, die Tiere, Pflanzen und Menschen brauchen ihn. Im Regenwald ist noch vieles unentdeckt, das für Menschen nützlich ist – Zauberpflanzen, Heilmittel, Tiere … Wir haben längst noch nicht alle Geheimnisse von Mutter Erde gelüftet. Sie wird sie preisgeben, wenn die Menschheit so weit ist.

Für den gestressten Menschen bietet der Wald Ruhe, Erholung, Selbstbesinnung, Meditation, aber auch die Gelegenheit, die Natur zu betrachten und sich mit ihr vertraut zu machen. Die Schönheit liegt oft im Detail. Schaut!

Hinter dem Wald erstreckt sich eine grasbewachsene Ebene, auf der ab und zu ein Busch wächst, ein Fleckchen Heide blüht.

„Ziemlich langweilig, nicht wahr?“ Ich weiß nicht, wer zu mir spricht.

„Ja, es ist eine langweilige Landschaft.“

„Sie ist eine Parabel auf das Leben der meisten Menschen. Es ist eine glatte Ebene, auf der ab und zu ein Busch sprießt, aber sonst ist es ohne Überraschungen.“

„Wenn die Erde nur eine glatte Ebene wäre, könnte sie auf Dauer kein Leben tragen und wäre bald tot. Wenn Menschen nur eine glatte Ebene sind, sind auch sie tot, denn aus ihnen kann nichts entstehen.“

„Dreh dich um, schau den Wald an, die blühenden Wiesen … Habt Mut, ihr Menschen, aus eurem Herzen einen Wald und blühende Wiesen zu machen und die Ebene zu verlassen. Wählt die Vielfalt und nicht die Einfalt. Nur so kommt ihr weiter, auch spirituell. Wählt die Eintönigkeit ab und riskiert etwas. Probiert etwas Neues aus, seid einfallsreich, kreativ. Geht neue Wege. Auch diese Ebene gehört zum Leben dazu, denn jeder braucht einen Raum, um eine Pause zu machen und sich zu erholen. Dann dürft ihr auf diese Ebene gehen, aber verweilt dort nicht zu lange. Sie ist kein Daueraufenthalt, merkt euch das.“

Ich frage mich, wer mich begleitet. Ich bin sicher, es sind Erdhüter wie das Wesen in der Schlange.

Wir überqueren die langweilige Ebene, die dem Auge keine Abwechslung bietet. Nur ein Busch ab und zu als Höhepunkt – was für ein trauriges Leben.

An die Ebene schließt sich eine Landschaft mit einem plätschernden Wasserfall, Seen, Flüssen, Bächen und viel Grün an.

„Wasser fließt, es trägt euch, reinigt euch und schenkt Klarheit. Wenn es euch zum Wasser zieht, folgt dem Ruf. Ein Blick in einen Wasserfall oder Bach kann zu Erkenntnis führen – wenn ihr es spirituell oder meditativ macht. Die Wasserwesen sprechen zu euch, die Geister der Flüsse, der Bäche und ihre Götter. Sie sind weise und helfen gern. Lasst das Wasser zu euch sprechen. Genießt es, an einem Wasserfall oder fließenden Bach zu sitzen, ihm zuzusehen, wenn sich die Sonne in den Wellen bricht. Wasser ist Leben und will auch Leben geben, es will euch beleben, die Wüste in eurem Herzen wässern, damit es darin blühen kann. Vertraut dem Wasser.

Wir dürfen uns auf Bänke setzen und rasten. Der Wasserfall plätschert, eine Forelle hüpft durch den Bach. Es ist eine wunderschöne, friedliche Stimmung. Friede zieht in mein Herz ein, ein Friede abseits der Hektik, den die Menschen so sehr brauchen.

„Gönnt es euch, den Frieden in der Natur zu suchen. Ihr werdet merken, dass ihr mehr von der Natur habt, wenn ihr euch nicht unkontrolliert vermehrt und den Raum für Wohnungen und Bauwerke in Anspruch nehmt, sondern zurückbaut. Weniger Menschen und mehr Natur tun der Erde gut – damit sich das Gleichgewicht wieder einstellt, das zerstört ist.

„Es kann nicht gutgehen, wenn die Natur weichen muss, damit der Mensch sich ausbreiten kann. Der Mensch kann ohne die Natur nicht leben, aber die Natur ohne die Menschen. Wenn der Mensch sich immer mehr ausbreitet, wird er die Erde zerstören.“

„Schau noch mal in die Luft!“ Ich schaue nach oben, der Himmel ist so sehr verdreckt, dass die Sonne kämpfen muss, um durchzukommen. Diesen Dreck müssen wir atmen, ist es ein Wunder, dass die Menschen immer kranker werden?

„Sorgt dafür, dass die Luft wieder sauber wird. Das ist das A und O. Ohne saubere Luft gibt es keine gesunden Menschen, keine gesunde Nahrung, kein sauberes Wasser. Alles ist von dieser Chemie verdreckt. Ihr habt viel zu tun. Fangt endlich an. Rettet die Erde.

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